3.1.1 Spielsystem

In meinen Augen sind die beiden Geräte Merkur Venus und Merkur Venus Blau die Krönung der frühen ADP-Spielsysteme. Die frühere Gestaltung der Ablesefenster in Form einer 3-2-1-Tüte, die schon viele Kombinationen eröffnete, wurde zu einem 3-3-1-Ablesefenster erweitert, so dass noch mehr Kombinationen möglich waren. Wie dies für ADP-Geräte jener Zeit üblich ist, wird ein großer Teil des Scheibendesigns vom Seriengewinnplan eingenommen, der hier besonders umfangreich ausfällt und mit vielen Kombinationen für Großserien hervorsticht.

Dieser Appell an die Gier hat seine Wirkung bei den damaligen Spielern nicht verfehlt. Natürlich haben sich die Ingenieure bei ADP auch etwas ausgedacht, damit die Chancen in Wirklichkeit nicht ganz so rosig werden. Dies sind gleich zwei Dinge. Die Walzen haben 24 anstelle von 20 Stopppositionen, so dass das Vollbild und die anderen hochwertigen Kombinationen erheblich seltener sind als bei den früheren Merkur-Geräten3.1; und ferner gibt es auf der dritten Walze auch keine »halbe Sonne« mehr, so dass nicht nur ein Jokersymbol wegfällt, sondern auch die Hälfte der Kombinationen für kleine Serien.

Was die »blaue Venus« von ihrer roten Vorgängerin unterscheidet, ist neben der allgemein erhöhten Auszahlquote eine sehr interessante und leider später nicht noch einmal verwirklichte Spielidee für den Ablauf der Serien. Wenn der Serienzähler einen Zählerstand unter 10 aufweist, wird die Mittelwalze nicht gestartet, wenn sie mindestens eine Sonne zeigt. Auf der ersten Walze sind sehr viele Sonnensymbole, und so kommt es in den letzten Sonderspielen zu einer Häufung guter Chancen.



Handbuch für die Virtuelle Zockhalle von Elias Schwerdtfeger